Die Geburt

Eltern werden ist tatsächlich eine aufregende Sache, besonders beim ersten Mal. Ungeduld und die Angst etwas falsch zu machen oder zu spät in die Klinik zu kommen ist in vielen Fällen ein verlässlicher Wegbegleiter. Doch trotz aller meist unbegründeten Ängste ist die Geburt natürlich auch ein Anlass zu großer Freude. Doch damit nicht genug – Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde und Nachbarn kriegen sich oft vor Begeisterung und Neugierde nicht mehr ein. Plötzlich meldet sich sogar Tante Minna, die jahrelang wegen eines dummen Streites bockig war und der Familiensegen scheint tatsächlich wieder gerade zu hängen. Was so ein neuer Erdenbürger doch ohne es zu wissen alles bewirken kann.

Nicht selten schellt nun rund um die Uhr das Telefon und zahllose Neugierige erkundigen sich mit wachsender Begeisterung nach Größe, Gewicht und dem ersten „Bäuerchen“ des Neuankömmlings. Tja und wie soll er oder sie denn eigentlich heißen? Fragen über Fragen – doch ein wenig „Baby-Knigge“ sollte schon sein!

Rücksicht nach der Geburt

Natürlich wollen alle zur Geburt gratulieren, Glück wünschen und am liebsten den neuen Erdenbürger feiern, keine Frage. Dennoch benötigen die frischgebackenen Eltern zunächst einmal Ruhe und Zeit für sich. Plötzlich ist nämlich nichts mehr wie früher. Die junge Familie muss sich an eine neue, völlig veränderte Situation gewöhnen und sich neu kennenlernen. Das braucht Zeit und Geduld.

Liebe Freunde und Verwandte, seit nachsichtig und vermeidet unbedingt kritische Bemerkungen, wenn nach zwei Wochen das Cocktailkleid noch nicht wieder passt! Diese Panik ist unnötig. Viel wichtiger ist es jetzt, den jungen Eltern in den ersten Wochen mit Verständnis zu begegnen, sie zu umsorgen und zu unterstützen – vielleicht beim Einkaufen oder Kochen. So kann man auf hilfreiche Art und Weise das Babyglück gemeinsam genießen und die Familie entlasten.