Geburtstag – Tradition

„Happy Birthday to you …“ ist wohl das bekannteste aller neuzeitlichen Festtagsständchen und Gratulationssongs. Der Geburtstag, der in manchen Religionen auch als Bürzeltag bezeichnet wird, kennt viele Bräuche, Gratulations- und Segenswünsche, ohne Zweifel. Es ist ein persönlicher Feiertag, an dem man sich gern mit Verwandten, Bekannten und Freunden trifft, ausgelassen und fröhlich feiert und sich natürlich beschenken lässt. Besonders an runden Geburtstagen oder zur Volljährigkeit lassen es die Meisten besonders heftig krachen.

Tolle Geschenke und Überraschungen, eine Geburtstagstorte, die mit zunehmendem Alter einem Feuerwerk gleicht und fröhliche Stunden im Kreis seiner Lieben machen diesen Ehrentag zu einem wahren Fest. Doch wo kommen all die unterschiedlichen Bräuche eigentlich her und was haben sie zu bedeuten?

Die Tradition, das Feiern des Geburtstags entspringt einem heidnischen Brauch, der bis weit ins 19. Jahrhundert nur in höheren Gesellschaftsschichten begangen wurde. Die Geschichte dieser schönen Tradition ist noch nicht sehr alt und wurde von der christlichen Kirche lange Zeit als Ketzerei und Götzendienst angesehen. Doch wen kümmert das heute noch? Kaum jemanden und die alten Sitten sind auch erhalten geblieben. Brennende Kerzen beispielsweise sollen, der Überlieferung nach, Dämonen vertreiben, dem Geburtstagskind huldigen und Glück ins neue Jahr bringen. Das Beste an diesem Tag sind allerdings die Geschenke. Diese fallen, zur Freude des Jubilars, um so üppiger aus, je mehr sich die Verwandten dabei übertrumpfen wollen. Pompös in Geschenkpapier und Schleifen verpackt sind sie Anlass zu großer Freude.

Dennoch, was wären Kuchen und Geschenke ohne eine rauschende Party? Nichts vermutlich, und so haben es sich Viele zur Gewohnheit gemacht, bereits am Vorabend zu beginnen und in den Geburtstag hinein zu feiern. Pünktlich um 24 Uhr wird dann dem Geburtstagskind gratuliert, gern auch mit einem Ständchen.