Namenstag

Lange bevor der Geburtstag zum persönlichen Feiertag wurde, beging man zum Gedenken an namensgleiche Heilige oder Selige den katholischen Namenstag. Traditionell wurde hier bereits seit dem Mittelalter darauf großen Wert gelegt, Kindern zumindest als Beinamen den Namen eines Heiligen zu geben. Doch warum war das eigentlich so wichtig?

Im katholischen Glauben werden oft Personen heilig oder seliggesprochen, deren heldenhafte Taten von der Kirche als sogenanntes Wunder anerkannt werden. Diese angeblichen Wunder bildeten nicht selten die Grundlage von Mythen und Legenden, die dem Namenspatron einen bestimmten Einfluss auf die Menschen nachsagte. Nicht selten war in diesem Zusammenhang vom Schutz vor Krankheiten oder Unglücken die Rede. Allerdings kam dieser besondere Schutz nur Personen zugute, die ein vorbildliches Leben führten, was korrekt zu beurteilen wohl recht schwierig sein dürfte. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist vielen Gläubigen der Namenstag viel wichtiger, als der eigene Geburtstag.

Dennoch, Vornamen geben bis heute Anlass zu Diskussionen, ganz gleich, ob er in Bezug zu einem Heiligen steht oder nicht. Die persönliche Empfindung und Bindung zu diesem Namen ist in der Tat reine Geschmackssache und nur selten werden heute bei der Namenssuche noch Heilige zugrunde gelegt. Doch wie dem auch sei, ein Grund zum Feiern ist es allemal. Verwandte und Freunde bringen in der Regel hier auch ein kleines Geschenk und gratulieren. Das ist zwar keine große Sache und bei den meisten eher unüblich, dennoch ist es schön, wenn auch an den Namenstag gedacht wird.

Geschenke zum Namenstag

Nun wird sich aber so mancher fragen, was man zum Namenstag eigentlich verschenkt. Eine gute Idee ist zum Beispiel ein Anhänger mit dem Namen des Jubilars, ein Buch, Süßigkeiten oder eine kleine persönliche Aufmerksamkeit inklusive Gratulation sind hierbei durchaus üblich.